Wenn es eine Band gibt, die den Mythos der sechziger Jahre, die Legende vom Hippie-Sommer, den Ruf nach Freiheit und die Ablehnung von Gewalt, in unsere immer mehr von offenem Terror und subtiler Unterdrückung verdüsterten Tage herübergerettet hat, dann heißt sie Grateful Dead. Längst verflogen ist allerdings die Aufbruchstimmung, die vor einem Jahrzehnt die Konzerte der kalifornischen Band eingehüllt hatte. Damals nämlich, als die Dead 1965 ihre ersten Free-Concerts in den Parks von San Francisco organisierten, sah es ganz so aus, als dämmere ein neues Zeitalter herauf: Für viele Leute verkörperte die Gruppe die zukünftige Lebensform für freie und deshalb kreative Menschen.