Stefan Raab steckt ProSieben in die Tasche, nicht aber das ZDF
Stefan Raab siegte mit „Du gewinnst hier nicht die Million“ gegen seinen einstigen Haussender, wird aber von einer Kultsendung bezwungen.

Am Mittwoch, den 13. Februar, um 20.15 Uhr stiegen die Sender in den Ring und battelten sich um die deutschen Zuschauer:innen. Dabei überraschte die Free-TV-Premiere von Stefan Raabs Comedy-Spielshow „Du gewinnst hier nicht die Millionen“ und heimste sich kurzerhand 15,5 Prozent des Marktanteils ein.
Das Konzept der Show ist einfach: Die Teilnehmer:innen müssen sich gegen Raab in Form von Quizfragen und Duellen behaupten. Man kann nur gewinnen, wenn alle Fragen richtig beantwortet werden. Zusätzlich muss man sich auch bei den Challenges gegen die TV-Legende durchsetzen. Den Gewinner erwartet ein sattes Preisgeld von einer Million Euro.
Die komödiantische Raab-Show war zuvor nur auf RTL+ zu sehen. Nun schaffte es die Gameshow auch ins Free-TV und lockte bei ihrer Erstausgabe rund 800 000 Zuschauer:innen im Alter von 14 bis 49 zum Privatsender. Mit dem eingespielten Marktanteil stellte Raab so auch mit Leichtigkeit die Free-TV-Premiere von „Mission: Impossible – Dead Reckoning (1)“ in die Tasche, die am Mittwochabend auf ProSieben lief (anstatt „TV Total“!). Diese erzielte nämlich einen mageren Marktanteil von nur 7,9 Prozent.
Diese Sendung konnte Raabs Show jedoch nicht besiegen
Gegenüber wem sich „Du gewinnst hier nicht die Million“ jedoch im Endeffekt geschlagen geben musste, was das junge Publikum betraf, war die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“. Mehr als eine Million Menschen schauten den ewigen ZDF-KLassiker und bescherten dem Sender somit einen Marktanteil von stolzen 19,9 Prozent.
„Aktenzeichen XY“ ist schon seit mehr als 50 Jahren auf Sendung und so etwas wie die Urgroßmutter aller True-Crime-Formate. Bei der Fahndungssendung wird mit Hilfe der Zuschauer:innen versucht, ungelöste Kriminalfälle aufzudecken und damit die Polizei zu unterstützen. Wie „Prisma“ berichtet, wurden nach der Ausstrahlung von „Aktenzeichen XY“ rund 50 Prozent der von der Sendung aufgegriffenen Fälle durch Informationen der Fans gelöst.