Uwe Schleifenbaum, Autor auf Musikexpress - Seite 6 von 7

Uwe Schleifenbaum

Ein grandioses Debüt und ein Meilenstein der britischen Psychedelia, für den Syd Barrett fast alle Songs lieferte: verschrobene, aber keineswegs sperrige Sounds von Folk bis Avantgarde, Texte, die zwischen Märchenbuch, fernöstlicher Philosophie und Science Fiction changieren. Konventionelle Songstrukturen überwiegen noch, Ausnahme ist der größtenteils improvisierte Track „Interstellar Overdrive“. Der Albumtitel ist dem Kinderbuch „The Wind […]

Seit 1964 dominieren englische Bands das weltweite Pop-Geschehen, die „Britische Invasion“ mit den Beatles an der Spitze hat auch die USA gründlich überrollt. Doch 1967 ist das Jahr, in dem Amerika auf breiter Front zurückschlägt. Vor allem die kalifornischen Metropolen San Francisco und Los Angeles sind auf dem besten Wege, der Pop-Kapitale London ernsthaft Konkurrenz […]

Diaprojektoren werfen psychedelisch blubbernde Bilder an die Wand, der Gitarrist hat sein Echogerät bis zum Anschlag aufgerissen, das Publikum sitzt entspannt auf dem Boden vor der Bühne und lauscht ehrfürchtig den wabernden Underground-Klängen. Marihuanawolken schweben durch das Londoner „Institute Of Contemporary Arts“, doch Pink Floyds Auftritt am 16. Januar 1967 ist inhaltlich wie formal kaum […]

Natürlich wird auch Musik geboten, die Hausbands der San-Francisco-Szene sorgen für den passenden Soundtrack: The Grateful Dead, Ouicksilver Messenger Service, Big Brother & The Holding Company und Jefferson Airplane sind ebenso dabei wie das ursprünglich aus Texas stammende Sir Douglas Quintet, das nach einem Drogen-Bust in der Heimat kurz zuvor ins liberalere San Francisco übergesiedelt […]

Schade, dass die Band um Songwriter Josh Haden nach der Veröffentlichung von „I Believe“ zwischenzeitlich pausiert, zählen Spain doch zu den geschmackvollsten Vertretern subtiler, leiser Popmusik. Erstaunlich, dass die Band aus Kalifornien stammt, denn die fragilen und melancholischen Songs wollen so gar nicht zu jenem Landstrich passen, in dem sich „sun“ stets auf „fun“ reimt. […]

Doch kein One Hit Wonder: Cake hatten ihren Club-Hit „I Will Survive“ glücklicherweise überlebt, mit kehligen Gitarrensounds, Mariachi-Trompete, analogen Moog-Klängen und John McCreas lakonischem Gesang kreierten sie ein einzigartiges Klangbild. Cake erzählten Geschichten, überraschten mit unvorhersehbaren Melodiewendungen und brauchten für ihre Songs kaum mehr als dreieinhalb Minuten -das ist die Hohe Schule der Pop-Komposition. Erfrischend […]

Keine Frage: Als in der University Of Pop John Lennon und Jeff Lynne durchgenommen wurden, haben Built To Spill gut aufgepasst. Changierend zwischen Psychedelic-Pop und dezent pathetischem Rock, hätte das Trio um Doug Martsch Ende der Sechziger problemlos in die Champions League aufsteigen können. Dabei hielten Built To Spill ihre „Ancient Melodies Of The Future“ […]

Als „Keine Macht für Niemand“ entstand, waren Ton Steine Scherben ein absolutes Untergrund-Thema, heute wird das Album in die Top Fünf der besten deutschen Platten gewählt Habt ihr jemals damit gerechnet, irgendwann mal Kultstatus zu erreichen? Nee, sicher nicht. Aber man sollte nicht vergessen, dass wir auch damals schon unsere Fans hatten. Ganz offensichtlich. „Keine […]

Die Neue Deutsche Leitkultur: Brutalstmögliche Moorleichen, frisch aus dem Spendensumpf.

Wenn man mit Labelchef Michael Tedesco über sein neuestes Silvertone-Signing Big Sugar spricht“, warnt das amerikanische ‚Billboard‘-Magazin, „sollte man das Wort Blues besser nicht in den Mund nehmen.“ Der Mann hat offenbar Angst, die hundert Jahre alte Genrebezeichnung könnte den Eindruck erwecken, Big Sugar seien konservative Zwölftaktverwurster, die B.B.King für Gott und Gary Moore für […]

Mit ‚As Tears Go By‘, komponiert von Mick Jagger und Keith Richards, gelang ihr 1964 der Durchbruch, doch erst mit dem Album ‚Broken English‘ konnte sie sich Anfang der Achtziger endgültig aus dem Schatten der Stones befreien. Als Jaggers Freundin lernte sie die dunkle Seite des Show-Biz kennen – Drogen brachten sie fast ins Grab: […]

Es war Mord“, da sind sich die Jones-Biographen Terry Rawlings und Geoffrey Giuliano einig. Die Täter: Bauunternehmer Frank Thorogood und zwei seiner Arbeiter ertränkten Brian Jones am 2.Juli 1969 gegen 23.30 Uhr in seinem Swimming Pool. Das Motiv: Thorogood und seine Helfer, die von Jones angestellt wurden, um sein neu erworbenes Landhaus Cotchford Farm zu […]

Ein Afro-Rhythmus donnert aus der P.A., als sich Charlie Watts hinter sein gewohnt spartanisches Schlagzeug bequemt. Charlie, der mittlerweile endgültig wie ein Mafioso im Vorruhestand aussieht, nimmt den Beat auf, der Rest der Gang stürmt auf die Bühne und intoniert ‚Not Fade Away‘. „Wir werden heute abend nur neue Songs spielen“, droht Mick )agger in […]

Fünf Freunde pfeifen auf den ganz großen Deal. Dennoch glauben Gutterball an ihren Durchbruch. Verdient hätten sie ihn allemal.

Legendäres Brett: Das mit Abstand berühmtste Instrument der Rockmusik feiert runden Geburtstag - die Fender Stratocaster wird Vierzig. ME/Sounds gratuliert.

Drum-Computer? Nein Danke! Samples und Sponsoring? Undenkbar! Sechs Männer aus den Südstaaten rollen mit handgemachtem Rhythm & Rock geradewegs zurück in die Zukunft. ME/Sounds sprach mit zwei von ihnen.

Im London der 60er schrieb er den Soundtrack einer ganzen Generation. Im London der 90er sprach ME/S-Redakteur Uwe Schleifenbaum mit Chefdenker Townshend über die Reunion der Who, Tommy, Trips und tote Rockstars.

Der Rock-Messias wider Willen: Pearl Jams Eddie Vedder zieht nach Kurt Cobains Abgang Bilanz - und stürzt sich gleich wieder in die Arbeit

MÜNCHEN. Retro-Rock und Plateau-Schuh-Revival mögen wohlwollendes Interesse an den originalen Schlaghosenträgern wecken, doch die endgültige Wachablösung an der Hippie-Front ist längst vollzogen: Robert Plant, als Sänger von Led Zeppelin einst Garant für volle Stadien, durfte im vergangenen Sommer gerade mal den Anheizer für Hippie-Nachgeburt Lenny Kravitz mimen. Wobei der Auftritt im Vorprogramm immerhin deutlich machte, […]

Als Überzeugungstäter wider Kommerzklänge schrieb Captain Beefheart Musikgeschichte. Bis in die letzte Konsequenz: Vor zwölf Jahren tauschte er Musik gegen Malerei. Eine Ausstellung in Bielefeld (l.) würdigt nun sein Schaffen.

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