Uwe Schleifenbaum, Autor auf Musikexpress - Seite 3 von 7

Uwe Schleifenbaum

Als englischer Exzentriker erster Ordnung hatte Who-Schlagzeuger Keith Moon viele Freunde. Sein Nachbar Steve McQueen gehörte allerdings nicht dazu...

Die Technik: Digital ist besser. Meinen manche Musiker-und haben Recht. Analog ist besser. Meinen andere Musiker- und haben auch Recht. Kommt ja ganz darauf an, was für Musik man aufnehmen möchte und wie viel Geld man anlegen kann/will. Feststeht: Digital ist billiger. Die Krönung der analogen Aufnahmetechnik ist die Studer-A80-Tonbandmaschine, ausgestattet mit 24 Aufnahmespuren und […]

Die Technik: Wer schon mal versucht hat, einen Steinway in den zweiten Stock zu hieven, weiß, warum es Klavierspediteure gibt: Männer so breit wie hoch, ausgerüstet mit Tragegurten. Das Fender Rhodes, ein elektromechanisches Klavier, verzichtet auf alles, was schwer ist, etwa den gusseisernen Rahmen, komplexe Hammermechaniken, dekorative Holzarbeiten und Kerzenleuchter aus Messing. Dafür sitzt an […]

Die Technik: Im Rockgitarristen steckt mitunter ein verkappter Modelleisenbahner. Zumindest verbindet beide eine Vorliebe für das geduldige Verkabeln diverser Gerätschaften. Wenn dann alles korrekt verbunden ist und die roten Lämpchen glimmend Bereitschaft signalisieren, herrscht auf der Bühne genauso eitel Sonnenschein wie im Märklinland. Nur beim Urmodell des Vox Wah-Wah-Pedals mit dem prosaischen Namen 847, da […]

Wie Pete Townshend an The Who und zu großen Ambitionen scheiterte.

Die Technik: Die Welt ist voller Missverständnisse. Für die meisten Laien sind Schlagzeugbecken wahrscheinlich Blechdeckel, auf die man eben draufhaut. Reines Zubehör, das es offenbar in unterschiedlichen Größen und Formen gibt, aber bestimmt kein seriöses Musikinstrument. Dabei ist die Beckenherstellung eine Wissenschaft für sich, mit uralten Rezepten wird da hantiert, mit geheimen Legierungen, mit Gussöfen,Schmiedehämmern […]

Die Technik: „Das Kondensatormikrophon U87 ist ein besonders vielseitig einsetzbares Studiomikrophon, das alle Anforderungen erfüllt, die in der modernen Aufnahmetechnik gestellt werden.“ Das klingt nicht nur wie ein Werbetext, sondern ist auch einer. Aus dem Prospekt der Georg Neumann GmbH, erschienen Ende der 6oer-Jahre. Was damals unter „moderner Aufnahmetechnik“ zu verstehen war, ist heute natürlich […]

Die Technik: Ist es vorstellbar, dass heutige Autokäufer eine gute Stange Geld hinlegen, um einen fabrikneuen VW Käfer, Modelljahrig6o, zu erwerben? Das Ding hat weder Airbags noch ABS, fährt maximal 115 und die Heizung funktioniert nur im Sommer. Schwer vorstellbar. Andererseits gibt es Gitarristen, die eine Stange Geld für einen fabrikneuen Vox AC 30 hinlegen, […]

Die Technik: Der DX-7 war der erste halbwegs bezahlbare digitale Synthesizer der Welt und in den 8oern so verbreitet wie Karottenjeans, Culture-Club-Platten und komische Frisuren. Seine Klangerzeugung beruhte auf der in den7Oernvon Dr. John Chowning entdeckten FM-Synthese. Sogenannte Operatoren erzeugten reine Sinustöne, die mittels komplexer Schaltungen beliebig kombiniert und verändert werden konnten. Damit ließen sich […]

Eines der besten Alben des Sixties-Pop, Odessey & oracle, brachte The Zombies zwar kein Geld ein, aber einen legendären Ruf.

Die Technik: So kennt man sie, die Amerikaner: Sie bauen Häuser, die an den Wolken kratzen, schrauben Pickup-Trucks zusammen, mit denen man Fahrradfahrer erschütterungsfrei überrollen kann, und servieren Fastfood-Mahlzeiten, an deren Kaloriengehalt man eine Woche lang dauen könnte, wenn man denn wollte. Die Philosophie dahinter lautet: Was groß ist, ist gut. Und was größer ist, […]

Die Technik: Manche Dinge sind so gut, dass man sie kaum verbessern kann. Weil sie einfach sind, funktionell und solide. Die Fender Telecaster ist so ein Ding, reduziert aufs Wesentliche und von beinahe beängstigender Zeitlosigkeit. Es gibt modernere E-Gitarren, vielseitigere, luxuriöser ausgestattete und womöglich sogar schönere. Doch die Telecaster, die erste in Großserie produzierte E-Gitarre […]

Mitte der Siebziger waren Led Zeppelin die Größten und konnten tun, was sie wollten. Doch die Dinge änderten sich, und die Schuld daran trugen der Erfolg, die Größe, die Dekadenz dieser Band. Und ein Zeitgeist, der mit "Rock-Dinosauriern" immer weniger Gnade kannte.

Die Technik: Die Gibson EDS-1275 ist eine elektrische Gitarre mit solidem Mahagoni-Korpus, vier Tonabnehmern, Hälsen aus Ahorn und Griffbrettern aus Palisander. Die Plurale weisen auf die Besonderheit des Instruments hin: Es hat zwei Hälse. Genetiker würden das womöglich als Laune der Natur abtun, aber die Konstrukteure des US-Herstellers Gibson handelten vorsätzlich: Den unteren Hals bespannten […]

Als die Monks 1966 den Rock'n'Roll dekonstruierten, war das Publikum überfordert. Heute gelten die Ex-G.I.s zwar als Wegbereiter, bekannt sind sie dennoch nicht. Was zwei Konzerte der reformierten Band und ein Kinofilm ändern könnten.

Die Technik: Robert A. Moogs modulare Synthesizer, 1964 vorgestellt und ab 1967 in Serie gebaut, waren die ersten gebrauchstüchtigen Geräte ihrer Art: Erzeuger künstlicher Klänge, die wie ein Tasteninstrument gespielt werden konnten. Moogs Geheimrezept: die „subtraktive Synthese“, was komplizierter klingt, als es ist. Das Prinzip: Bestimmte Schaltkreise-Oszillatoren genannt-produzieren Rohklänge, regelbare Filterentfernen die nicht gewünschten Klanganteile, […]

Die Technik: Zwölfsaitige Akustikgitarren sind gerade dabei,sich in der Folkszene zu etablieren, als die kalifornische Firma Rickenbacker 1963 eine glorreiche Idee hat: Sie rüstet ihr 1958 entwickeltes Modell 360 mit sechs weiteren Saiten aus. und fertig ist die erste zwölfsaitige E-Gitarre. Die 360/12 hat einen schlanken, hohlen Korpus, zwei Tonabnehmer und ein „F“-Loch. wahlweise traditionell […]

Die Technik: Es klingt so markerschütternd wie eine singende Sage und ist wohl das einzige Musikinstrument, das man nicht einmal berühren muss, um damit Klänge zu erzeugen: das Theremin. in Deutschland auch Ätherophon oder Ätherwellengeige genannt. Wahrscheinlich von den gleichen Leuten, die zu einem Dackel „Teckel“ sagen und zum Motorrad „Kraftrad“. Das Design des Theremins […]

Erschienen: 16. Dezember 1967.

Erschienen: 1. November 1967

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