Teddy Hoersch, Autor auf Musikexpress - Seite 3 von 4

Teddy Hoersch

Weiche, fließende Rhythmen, hypnotisch treibende, hüftbetonte Grooves, Rufund Antwort-Chöre, falsettierende Soulstimmen. Afrikanisches und Europäisches, Elektronisches und Jazziges. Schon auf LPs wie HOME (1982). W0RK1NG FOR A DOLLAR BILL (1983) oder TECHNO-BUSH (1984) hat sich der inzwischen 48jährige Südafrikaner Hugh Masekela als musikalischer Weltenbummler, als kompromißwilliger Fusionist hervorgetan. Kein Wunder! Der Trompeter — 1 96(1 mit […]

In dem dunklen Bau mit seinen Balkonen, seinem Plüsch und Schmutz wird sonst Theater gespielt. An diesem Abend wird jedoch nicht deklamiert, sondern musiziert. Das Konzert — übertragen vom „World Service“ der BBC, wird angekündigt von deren Conferencier Richard Skinner. In typisch britischer DJ-Manier schwelgt er in Superlativen: „outstanding musical abilities“, Applaus, „good songs“, Applaus, […]

Schwul? Männerfreundschaft? Yuppies? High Energy? Disco? Oder Englands Antwort auf Modern Talking? Die Pet Shop Boys – alias Neil Tennant und Chris Lowe – lassen viele Fragen offen. Obwohl Neil als ehemaliger Mitherausgeber der englischen Teenager-Postille „Smash Hits“ um die Bedürfnisse der Presse weiß, haben die Pets im Interview etwa so viel Profil wie das […]

Es konnte für Alice Cooper und sein Heimspiel in Detroits vollbesetzter Joe Louis Arena keinen passenderen Tag geben. Halloween, das Fest der Poltergeister und Kürbisse. Geisterstunde … Pünktlich um viertel nach Acht erklomm dann der Fürst der Finsternis die Bühne, jene bizarre Mischung aus Zentralfriedhof, Gruft und Gruserkabinett. Hier und da hingen Körperteile in der […]

Sechs Jahre lang hat er wieder getüftelt. Ton für Ton, Sekunde für Sekunde bastelt Tom Scholz an einem gigsntischen Puzzle, das dann Jahre späte?! als BOSTON-Album das Licht der Welt* erblickt. Anläßlich seiner dritten LP THIRD STAGE ließ sich der lichtscheue Daniel Düsentrieb erstmals in die Chips schauen. ME/SOUNDS besuchte Scholz in seiner Heimat: in Boston natürlich.

Vom Glück ist er gerade nicht geküßt. Der Gottvater des Punk, der auf der Bühne die Selbstzerstörung kultivierte, möchte sich nun am eigenen Schopf aus der hausgemachten Misere ziehen. David Bowie, der ihn für ein verkanntes Genie hält, produzierte sein neuntes Album BLAH BLAH BLAH -— Teddy Hoersch besuchte den alten Wilden in London, wo er sich auf seine anstehende Europa-Tournee vorbereitet.

Natürlich ist der Bursche ein entsetzlicher Angeber, aber mindestens ebenso unterhaltsam wie er peinlich sein kann. Teddy Hoersch sprach mit Österreichs kompromißlosestem Karrieristen.

Mit „Don’t Forget Me When I’m Gone“ schlich sich ein kanadisches Quintett zielstrebig in bundesdeutsche Chartwipfel: Der Hitsong von GLASS TIGER ist zwar nicht der popmusikalischen Weisheit letzter Schluß, aber schön anzuhören und ein weiteres Indiz dafür, daß Kanada langsam eigenständige Stilformen entwickelt. „Es hat“, bestätigt Michael Hanson, Taktgeber und Vordenker bei Glass Tiger, „etwas […]

„Dankedanke“, sagt ein redseliger BRUCE HORNSBY gegen Ende des Gespräches, „danke, daß du mich nicht im ersten Satz auf Huey Lewis angesprochen hast“. Um das gleich abzuhaken: Lewis war -— neben Ex-Doobie Brother Michael McDonald -— der große Mentor des 31jährigen Spätzünders aus Williamsburg, Virginia. Doch trotz namhafter Fürsprecher ging erst mal gar nichts. Die […]

Das muß ihnen selbst der ärgste Neid lassen: Für Aufregung haben die Fab Five aus Liverpool stets gesorgt: „Relax“ in 17 Versionen, T-Shirt-Krieg, gigantische PR-Feldzüge, ein Doppelalbum als Debüt. Videos auf dem Index. Pop als Fanal. Pop als Bacchanal. Pop as Pop can … In Frankie-Clips wurde beigeschlafen und gepeitscht und gepinkelt. Popen regten sich […]

Er hat das Herz am richtigen Fleck. Mit klarem Blick und aufrechtem Gang wandert Jackson Browne unbeirrt durch die Niederungen des Rock ’n‘ Roll-Babylons. Ein weinerlicher Weltverbesserer will er trotzdem nicht sein. Sagt er jedenfalls Teddy Hoersch. Der kann ja tatsächlich lachen?! Richtig herzhaft, ausgiebig und lauthals lachen — vor allem über das Vorurteil, mit […]

Bestechung ist nicht erlaubt, aber einladen wird man ja wohl noch dürfen. So mir nichts dir nichts läßt sich das partymüde Journalistenvolk allerdings nicht auf die Beine bringen -— da muß sich die Plattenindustrie schon was einfallen lassen. Motto: Wenn nicht exotisch, dann wenigstens absurd. Wie dem überreizten Medienmenschen neue Produkte schmackhaft gemacht werden sollen, schildert Buffet-Schlachtenbummler Teddy Hoersch.

Für die Königstreuen war's musikalisch die Krönung; für den Hofstaat, der die Zeremonie auszurichten hatte, war's eine fürstliche Plackerei. Da Ihre Majestät Luxus und Exklusivität über alles lieben, mußten die Domestiken flitzen wie noch nie. Denn die Köpfe rollen hier schneller als weiland am Hofe Heinrich des Achten. Teddy Hoersch mischte sich todesmutig unters Gesinde.

Das Vorurteil steht unerschütterlich und fest wie die Chinesische Mauer: Bundesdeutsche Musiker sehen meist aus wie ihre eigenen Roadies. Stil, Mode, Image sind Fremdwörter. Die ehrliche Rockhaut schwitzt bevorzugt in karierten Baumwollhemden und trägt das Haupthaar schütter. Ganz anders Dirk Schlömer: dunkelblonde Lockenpracht, blaugraue Augen, nur 66 Kilo auf einsachtzig verteilt, Naturpelz auf der Brust, […]

Eitel sei der Mensch, erfolgreich und gut. Man sieht: Goethe trifft, leicht abgewandelt, selbst auf Rod Stewart zu. Warum auch nicht?! Der britische Sänger ist, wie voreinst der Dichterfürst, ein vom Glück Ausersehener, ein Günstling des Schicksals. Wo bei anderen Kondition und Kreativität, Kampf über Kunst obsiegt, hat er leichtfüßig aus seinen Weibergeschichten Hitsongs gedrechselt, […]

Wer die Grundregeln der Branche ein wenig kennt, weiß: Populäre Musik ist Stadtkultur. Sie gedeiht am besten unter dem Neonhimmel der Metropolen, ihr Sauerstoff sind Abgase, ihr Humus ist Asphalt. Um so erstaunlicher*, daß in den letzten Jahren die wichtigsten Akzente von Formationen gesetzt wurden, die abseits urbaner Zentren in den Provinzen heranwuchsen: U2 in […]

Mit "Männer" wäre dem Bootsmann aus BOCHUM fast gelungen, was ihm eigentlich ein Greuel ist: der Nationalheld der schweigenden Mehrheit zu werden. Mit seinem neuen Album soll ihm das nicht wieder passieren: Grönemeyer macht Gedanken-SPRÜNGE.

Die Natur macht bekanntlich keine Sprünge, dafür aber das gleichnamige Grönemeyer-Album, das bereits kurz nach Veröffentlichung die Top-Position der Charts erklomm. Also beste Voraussetzungen für Herberts Tournee, die — mehr schlecht als recht — in der Bonner Biskuithalle begann. Denn der kuppelartige Mehrzweckhau ist für musikalische Veranstaltungen denkbar ungeeignet. Obwohl an drei Theken für das […]

Das „Metropol“ ist eine verwinkelte Katakombe, die sich — Treppe runter, links rum — unter ein „Churrasco“-Steakhouse quetscht. Genau das war auch der Grund, warum die Vorgruppe The Mask angeblich keinen Soundcheck machen konnte. Das Fleischrestaurant hatte „hohen politischen Besuch“ -— und der hätte bei soviel unterirdischer Power wohl Verdauungsschwierigkeiten bekommen. Soundcheck hin. Soundcheck her […]

Name: Müller-Westernhagen Vorname: Marius Geburtstag: 6. 12. 48 Geburtsort: Düsseldorf Größe: 182 cm Farbe der Augen: blau Unveränderliche Kennzeichen: Unter seinen deutschen Kollegen ist er der spröde Intellektuelle. Nichts von der Volkstümlichkeit eines Udo Lindenberg, nichts von dem Pathos eines Herbert Grönemeyer. MMW bewahrt Distanz - zu sich selbst, zu seinem Publikum, vor allem auch zu den Medien. Als "Schneemann" jedenfalls will er nicht wieder den Fehler machen, der ihn zu "Theo"-Zeiten in eine Sackgasse trieb: die Reduzierung auf ein eindimensionales Image.

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