The Jesus And Mary Chain

GLASGOW EYES

Fuzz Club/Indigo (VÖ: 22.3.)

Die Shoegaze-Wegbereiter sind immer noch sparsam mit Honig.

Rückkopplung für immer! Das Lebensmotto von Jim und William Reid funktioniert: Auch das achte Studioalbum der Jesus and Mary Chain bietet noisige Gitarrenmusik mit elektronischem Unterbau. Wieder hören wir himmlisches Feedback, die Synthesizer fiepsen, und sowieso dröhnt alles so schön. Dabei ist der Song „Jamcod“ ein rauschhafter Abgesang auf Rauschzustände. In dem rechnet Jim Reid mit der Vergangenheit ab. Es geht um eine Phase, in der es die schottische Band mit dem hedonistischen Lifestyle massiv übertrieb und sich Ende der Neunziger vorzeitig auflöste.

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Auch das morbide „Chemical Animal“, das an Suicide erinnert, dreht sich um alte Suchtprobleme, das gestand Jim Reid dem „NME“. Zum Glück hat das Duo damit aufgehört. Andernfalls hätten wir vielleicht auf melancholische Akustik wie „Second Of June“ verzichten müssen. Hier entfaltet sich der leise Charme der Band, der schon den melodischen Klassiker „Just Like Honey“ auszeichnete.

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Ein Verdienst der Gebrüder Reid ist aber auch, dass sie es trotz Pop-Affinität nie darauf angelegt haben, Honig ums Maul zu schmieren. Davon zeugt noch heute kratzbürstiger Noise-Pop wie „Venal Joy Fast“.

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